Casos prácticos

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Caso hoteles[editar]

Datum: Mon, 18 Sep 2017 12:04:49 +0200 Von: Rechtsanwältin <kamp@mehringdamm50.de> An: 'rainer.klaus' <rainer.klaus@gmx.net>

Lieber Klaus,

diese Pauschalvergütungen habe ich noch nie gesehen. Ich würde das mal gerichtlich am besten überprüfen lassen. Also z.B. die Vergütung für die Überstunden einklagen. Ich meine , dass eine pauschale Vergütung nicht dazu führen darf, dass die konkret angefallenen Zuschläge , die die Pauschale übersteigen, nicht mehr gezahlt werden.

Bei dem Minijobber würde ich sagen, dass es darauf ankommt, wie er normalerweise arbeitet. Wenn er also immer an bestimmten Tagen arbeitet oder immer eine bestimmte Anzahl an Tagen in der Woche, kann er für diese Tage den Urlaub beantragen. Wenn es immer nur auf die Einteilung im Plan ankommt und es auch sonst vorgekommen ist, das er in der Woche arbeitsfreie Tage hatte, dann kommt es wohl wirklich darauf an, ob eine Arbeitspflicht bestanden hätte. Es gilt ja das sog. Lohnausfallprinzip. Liebe Grüße Manuela

Rechtsanwältin Manuela Kamp Mehringdamm 50, 10961 Berlin Fon: 030/78896637 Fax: 030/78897245 Diese E-Mail und etwa anhängende Dateien enthalten vertrauliche Informationen und sind ausschließlich für den Adressaten bestimmt. Sollten Sie diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie uns hierüber bitte unter kamp@mehringdamm50.de<mailto:kamp@mehringdamm50.de> oder unter der oben angegebenen Telefonnummer, und löschen Sie diese E-Mail einschließlich etwa angehängter Dateien aus Ihrem System. Bitte beachten Sie, dass die Weitergabe, Kopie und sonstige unautorisierte Nutzung der E-Mail und etwa angehängter Dateien verboten sind. Vielen Dank. This e-mail and any files transmitted with it are confidential and intended solely for the use of the individual or entity to whom they are adressed. If you have received this e-mail in error please notify Kamp@mehringdamm50.de<mailto:Kamp@mehringdamm50.de> or contact him under the phone number specified above and delete this e-mail including attachments from your system. Please note that any unauthorised review, copying, disclosing or other use whatsoever are prohibited. Thank you.




Ursprüngliche Nachricht-----

Von: rainer.klaus [1] Gesendet: Donnerstag, 14. September 2017 21:16 An: Rechtsanwältin <kamp@mehringdamm50.de> Betreff: nochmals fragen

Hallo Manuela!

Wir von GAS wuerden gerne nochmal deine hilfe in anspruch nehmen. In den sommermonaten sind bei uns, der GAS, viele anfragen in konflikten mit hotels eingegangen. Immer wieder stehen wir kopfschuettelnd vor umgangsformen der arbeitgeber. Daher moechten wir dich noch mal bei 2 fragen um hilfe bitten.

Angehangen habe ich einen vertragsauszug, in dem der AG unter punkt 3.1 und 4.3 an dem AN 1.530 € brutto "pauschallohn" bezahlt. Damit soll alles abgegolten sein. Wenn ich der dargelegten rechnung folge, wonach von diesem pauschal- lohn 89% fuer den "normalen" bruttolohn sein sollen, komme ich nach meiner rechnung auf einen stundenlohn von unter 8 €. monatsstunden: 40h * 13 / 3 = 173.333 "normaler" lohn: 89% von 1530€ = 1.362,7 daraus stundenlohn: 7,86€

Abgesehen davon, dass hier kein mindestlohn bezahlt wird, wollten wir wissen, ob solche lohnvertragsformen, mit pauschaler abrechnungen von allen zulagen, fuer normale arbeitnehmer_innen legal sind. Kannst du uns dazu was sagen?

Desweiteren haben wir fuer einen minijobber (der, dessen vertrag wir dir im april zugesandt hatten) urlaubsgeld eingefordert. Der anwalt der gegenseite meint nun, dass urlaubsgeld nur fuer tage gefordert werden kann, an denen der AN laut plan haette arbeiten sollen. da der AN aber fuer die genehmigten urlaubstage nicht als arbeitstage eingeplant war, hat er auch keinen anspruch auf bezahlte urlaubstage. "Für den Monat Juni 2017 ist ein Urlaubsgeld nicht geschuldet, da in dem Zeitraum vom 26.6. bis 30.6.2017 keine arbeitszeit ausgefallen ist." Ist das korrekt?

Mit freundlichen Gruessen fuer die grupo de acción sindical - GAS